DIY Faschingskostüm

Vor zwei drei Jahre habe ich ein Faschingskostüm selbst gebaut. An sich erst mal nichts besonders, doch die günstigste Umsetzung war ein kleine Herausforderung.

Die Idee des Kostüms stammt auch nicht von mir. Ich habe dieses Kostüm bei einem Video vom Burning Man Festival entdeckt und musste nun noch herausfinden wie das funktioniert.

Viele Kostüme sind ja schon mit LEDs bestückt. Diese haben aber deutliche Nachteile:

zu kostenintensiv, zu hell, zu großer Stromverbrauch.

Interessant sind nur die EL-Wire. Diese funktionieren wie ein Kondensator und das Dielektrikum fängt an zu leuchten, wenn ein Wechselfeld angelegt wird. Der Stromverbrauch ist selbst bei 10 Metern des Kabels nicht der Rede wert. Acht AA Batterien haben mich über drei Faschingsveranstaltungen gebracht.

Vergleichbar ist die Helligkeit der EL-Wire mit der eines Knicklichtes. Was völlig ausreichen ist, auf eher dunklen Veranstaltungen. Dazu mal das erste Bild von einer „Neon Party“. Der gelbe Smilie-Mann bin ich und dieser ist mit EL-Wire kreiert:

Foto 23.12.12 04 18 28

Wichtig sind natürlich möglichst schwarze Sachen, damit kein Restlicht daran reflektieren kann und die Kanten schön scharf sind. Die passenden Klamotten gab es in einem Kik-Filiale recht günstig. Langärmlich zu einer gut besuchten Faschingsveranstaltung ist nicht unbedingt optimal, aber man hält es aus. Die Maske ist einfach nur aus starker Pappe ausgeschnitten und mit einer Spraydose schwarz lackiert. Das „Falschenbier“, welches ich mir erst später gebaut habe, ebenfalls.

Die Kleidungsstücke Hose, Sweetshirt und Maske hingen bei mir direkt zusammen. Da es sehr sehr viel Arbeit macht, das EL-Wire aufzutrennen und über Kabel zu verlöten. Das ist wirklich nur was für geübte Löter. Die Komplexität liegt dabei in der dünnen Seele und „Schirmung“ der Leitung. Diese reißt viel zu gern ab oder lässt sich nur schwer bezinnen.

Empfehlenswert ist es daher, einfach das Kabel im Ärmel zurückzulegen, statt das Ende abzuschneiden. Sollte das innen liegende, noch leuchtende Kabel durch die Sachen scheinen, kann man es noch mit schwarzem Isolierband umwickeln.

Das EL-Wire wird mit schwarzem Zwirn an die Sachen angenäht. Dabei hat sich gezeigt, dass weniger Fixierpunkte an der Kleidung, eine weniger gekräuselte Leitungsführung ermöglicht.

10 Meter EL-Wire sind für ein Strichmännchen gerade so ausreichen. Sollte man in Deutschland bestellen, sollte das Set mit Inverter auf 60 bis 80 € kommen. In China gibt es das schon ab 30 €. Die lange Versandzeit macht daraus aber kein Last-Minute Projekt.

Der Lohn der ganzen Arbeit (ca. 10 Stunden) sind die Daumen und guten Zusprüche auf den Veranstaltungen. Vor 3 Jahren war die Sache auch noch seeehhr neu. Heute sieht man es evtl. schon öfter. Leider sind 50 % der Leute die ein Foto mit mir haben wollten, mit einem sicher nicht zufriedenstellendem Ergebnis erwacht. Den Blitz sollte man natürlich ausstellen und ohne Blitz muss man schon sehr ruhig halten oder seine Kamera gut kennen.

So sieht es aus, wenn es mit dem Blitz abstellen nicht klappt (mal abgesehen von dem Arm im Bild 😉 ):

Foto 17.02.12 23 08 22

Hier ein paar weitere Impressionen:

Foto 17.02.12 23 06 42 Foto 17.02.12 23 07 08 Foto 17.02.12 23 07 37

Mit Kumpel der sich dann ebenfalls ein Kostüm dieser Sorte gebaut hat:

Foto 07.03.12 06 15 18

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Eine Antwort zu DIY Faschingskostüm

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